Zahlungsanbieter · Anleitung
Stripe: Anleitung für den Import
- Import
- API-Schlüssel oder CSV-Export
- Berichte
- DATEV · Rechnungen als ZIP
Stripe-Daten gelangen auf zwei Wegen nach Ledgerpilot: per API-Schlüssel (empfohlen – einmalig einrichten, danach Import per Klick) oder per CSV-Export. Beide Wege liefern einen vollständigen DATEV-Buchungsstapel – was sie über Land und Steuersatz wissen, unterscheidet sich (Tabelle in Schritt 3).
1. Stripe-API-Schlüssel (empfohlen)
So erstellst du in Stripe einen eingeschränkten Schlüssel und hinterlegst ihn in Ledgerpilot. Du musst dabei keine einzelnen Berechtigungen anhaken – Stripe vergibt dem Schlüssel die nötigen Lese-Rechte. Ledgerpilot prüft den Schlüssel beim Speichern und sagt dir, falls doch ein Recht fehlt (und welches).
- Im Stripe-Dashboard einloggen.
- Links oben das gewünschte Unternehmen auswählen.
- Links unten „Entwickler/innen“ öffnen.
-
API-Schlüssel wählen und im Bereich „Eingeschränkte Schlüssel“
auf „Eingeschränkten Schlüssel erstellen“.
-
Bei „Wie werden Sie diesen Schlüssel verwenden?“
„Bereitstellen dieses Schlüssels für eine Drittanbieteranwendung“
wählen und auf Weiter.
-
Name und URL eintragen – z.B. Ledgerpilot und https://www.ledgerpilot.io/.
Das Häkchen „Berechtigungen für diesen Schlüssel anpassen“ lässt du leer.
Dann auf „Eingeschränkten Schlüssel erstellen“.
- Stripe fragt aus Sicherheitsgründen noch einmal nach deiner Identität (Passkey oder E-Mail-Code) – bestätigen.
-
Stripe zeigt den Schlüssel (
rk_live_…) nur ein einziges Mal. Kopiere ihn und füge ihn in Ledgerpilot unter Einstellungen → Stripe-Zugang ein und speichere. Ledgerpilot prüft ihn sofort und sagt dir, falls ein Recht fehlen sollte. - Import starten: Übersicht → Neuen Bericht anlegen → „Stripe“ → API-Abruf → Zeitraum wählen → Importieren.
| Bereich | Ressource | Recht | Wofür |
|---|---|---|---|
| Core | Balance | Lesen | API-Import der Zahlungen |
| Core | Balance Transaction Sources | Lesen | API-Import der Zahlungen |
| Core | Charges and Refunds | Lesen | Rechnungsnummern im DATEV-Belegfeld |
| Billing | Invoices | Lesen | Rechnungs-ZIP (PDFs) |
2. CSV-Dateien (ohne API-Schlüssel)
Kein API-Schlüssel? Exportiere die Daten manuell aus dem Stripe-Dashboard (Seite Transaktionen). Pflicht sind beide Exporte: „Alle Aktivitäten“ und „Zahlungen“ (liefert die Rechnungsnummern für das DATEV-Belegfeld).
- Im Stripe-Dashboard einloggen.
- Links oben das gewünschte Unternehmen auswählen.
-
In der linken Leiste auf „Transaktionen“ gehen.
-
Pflicht: Tab „Alle Aktivitäten“ wählen
→ Exportieren für den gewünschten Zeitraum → CSV.
Die Datei heißt typischerweise
balance_history_….csv.
-
Pflicht – Rechnungsnummern: Tab „Zahlungen“ wählen
→ Exportieren für denselben Zeitraum → CSV.
Er liefert die Rechnungsnummern für das DATEV-Belegfeld (OPOS-Matching).
- In Ledgerpilot: Übersicht → Neuen Bericht anlegen → „Stripe“ → CSV-Upload → beide CSVs („Alle Aktivitäten“ und „Zahlungen“) ablegen → Importieren.
3. Buchungsstapel prüfen & exportieren
Nach dem Import öffnet sich die Detail-Ansicht deines Berichts:
- Detail-Ansicht → DATEV-Buchungsstapel → Vorschau prüfen. Bei Hinweis-Bannern (z.B. „X Zahlungen ohne Rechnungsnummer“) ggf. Erlöskonto-Default in Einstellungen → Kontenrahmen anpassen.
- Download: CSV (klassisch für den DATEV-Import) oder Excel (mit echten Zahlentypen).
| Import-Weg | Land | Steuersatz |
|---|---|---|
| API-Schlüssel | aus der Rechnungsadresse | aus der Rechnung (Stripe Tax Rates) |
Reconciliation-Report (CSV, Spalte customer_address_country beim Export angehakt) | aus der Spalte, wenn angehakt – sonst keins | keiner – Regelsteuersatz |
| „Alle Aktivitäten“ + „Zahlungen“ (CSV) | aus der Rechnungsadresse | keiner – Regelsteuersatz |
Land und Steuersatz übernimmt Ledgerpilot aus der Stripe-Rechnung. Ohne Länderangabe bucht es als Inland, ohne Steuersatz zum Regelsteuersatz des erkannten Landes; was nicht passt (0 %, Sätze anderer EU-Länder), geht auf das Klärungskonto. Erstattungen buchen auf das Erlöskonto ihrer Zahlung — das Erstattungskonto gilt nur, wenn die Zahlung nicht auffindbar ist.
Sätze anderer EU-Länder aus dem OSS-Verfahren bucht Ledgerpilot auf das Klärungskonto — eine OSS-Zeile gibt es noch nicht.
Ledgerpilot bucht Leistungen: Die Zeilen EU-Ausland · Reverse-Charge und Drittland (ohne USt) sind mit den Erlöskonten für Leistungen vorbelegt. Wer Waren ins EU-Ausland oder Drittland liefert, stellt diese beiden Zeilen in Einstellungen → Kontenrahmen auf die Waren-Erlöskonten um.
Das Stripe-Recht „Tax Rates“ ist optional: fehlt es, kommt der Steuersatz beim API-Schlüssel rechnerisch aus dem ausgewiesenen Steuerbetrag statt aus dem Tax-Rate-Objekt – Land und Rechnungsdaten bleiben unverändert verfügbar.
4. Vor dem DATEV-Import: zusätzliche Konten
Ledgerpilot bucht auf ein Verrechnungskonto, das nicht zum Standard-Kontenrahmen gehört. Solche Zusatzkonten müssen in deinem DATEV-Mandanten einmalig angelegt werden – das übernimmt in der Regel dein Steuerberater. Fehlt es, weist DATEV den Buchungsstapel mit „Konto unbekannt“ ab.
1. Stripe-API-Schlüssel anlegen 0:43 Min
Den eingeschränkten Schlüssel in Stripe erstellen und in Ledgerpilot unter Einstellungen → Stripe-Zugang speichern. Berechtigungen musst du nicht selbst anhaken – Stripe vergibt die nötigen Lese-Rechte.
2. CSV-Export aus Stripe 0:39 Min Ohne API-Schlüssel
Der Weg ohne Schlüssel: die Exporte „Alle Aktivitäten“ und „Zahlungen“ (liefert die Rechnungsnummern) im Stripe-Dashboard herunterladen – beide Pflicht.
Welche Lese-Rechte Ledgerpilot nutzt und wie der CSV-Weg genau läuft, steht im Tab „Text“.
Häufige Fragen zu Stripe
Werden auch Zahlungsanbieter unterstützt?
Ja. Neben den Brokern liest Ledgerpilot die Umsätze von Stripe, PayPal, Adyen und Mollie ein und erzeugt daraus einen DATEV-konformen Buchungsstapel nach SKR03 oder SKR04. Stripe geht per API-Schlüssel oder CSV-Export und liefert zusätzlich die Ausgangsrechnungen als ZIP; PayPal läuft über eine Direktanbindung an ein PayPal-Geschäftskonto und bringt eine Gegenprobe zum Kontostand mit; Adyen liest den Settlement Details Report – per CSV-Upload oder automatischem Abruf – und schlüsselt die Gebühren nach Kostenart auf; Mollie wird direkt über die Mollie-API abgerufen und bucht die Erlöse nach Steuerfall (Land und Steuersatz der Zahlung). Details stehen auf den Lösungsseiten „Stripe → DATEV“, „PayPal → DATEV“, „Adyen → DATEV“ und „Mollie → DATEV“. Steuerreports wie die Anlage KAP entstehen weiterhin nur aus Broker-Daten.
Kann ich Broker- und Zahlungsdaten in einem Bericht zusammenfassen?
Nein. Jede Quelle wird einzeln konvertiert und einzeln abgerechnet – ein Bericht gehört immer zu genau einer Quelle und einem Zeitraum. Das ist Absicht: Die Buchungslogik unterscheidet sich grundlegend, und ein gemischter Stapel wäre für deinen Steuerberater schwerer zu prüfen als zwei saubere. Innerhalb einer Quelle kannst du dagegen mehrere Unterkonten und Depots in einer Abfrage zusammenfassen. Die einzelnen Stapel importiert deine Kanzlei nacheinander in dieselbe Buchhaltung.
Wie kommen meine Stripe-Umsätze zu Ledgerpilot?
Auf zwei Wegen: per API-Schlüssel, dann holt Ledgerpilot die Umsätze für den gewählten Zeitraum selbst ab, oder über den CSV-Export aus deinem Stripe-Konto. Stripe ist dabei der einzige Zahlungsanbieter, der die Ausgangsrechnungen mitliefert – du bekommst sie als ZIP-Paket zusätzlich zum DATEV-Buchungsstapel.
Was bekomme ich bei einem Zahlungsanbieter heraus?
Einen DATEV-Buchungsstapel über deine Umsätze, Gebühren und Auszahlungen für den Zeitraum, den du wählst – im selben Format wie bei einem Broker-Import. Die Gebühren werden nicht im Umsatz versteckt, sondern getrennt gebucht; bei Adyen zusätzlich nach Kostenart aufgeschlüsselt, bei Mollie landen die Erlöse auf dem Konto, das zu Land und Steuersatz der Zahlung passt. Anders als bei Broker-Daten entsteht hier keine Gewinn- und Verlustrechnung nach FIFO oder Durchschnitt: Zahlungsanbieter führen kein Depot, es gibt also keine Bestände zu bewerten.
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Dieselbe Anleitung steht in deinem Konto bei Stripe → Anleitung. Fehlt beim Import etwas, verlinkt Ledgerpilot dort direkt auf die passende Stelle.