Häufig gestellte Fragen
Alles, was du über Ledgerpilot und die automatische DATEV-Buchungsstapel-Erstellung wissen musst.
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Allgemein
Was ist Ledgerpilot?
Ledgerpilot ist ein digitales Werkzeug, das die Buchhaltung für Trading-GmbHs automatisiert. Es erstellt DATEV-konforme Buchungsstapel aus den Daten deines Brokers, deines Depotanbieters oder deines Zahlungsanbieters – aus Interactive Brokers und seinen Introducing Brokern, aus Flatex sowie aus Stripe, PayPal und Adyen. In wenigen Minuten statt Stunden.
Was ist ein DATEV-Buchungsstapel?
Ein DATEV-Buchungsstapel ist eine speziell formatierte Datei, die sämtliche Buchungen eines bestimmten Zeitraums enthält und eine definierte DATEV-Kopfzeile besitzt. Mit Ledgerpilot erstellst du diesen automatisch aus deinen Broker-, Depot- oder Zahlungsdaten – inklusive aller Pflichtfelder und Kontenzuordnung – und kannst ihn direkt an deinen Steuerberater senden.
Für wen ist Ledgerpilot gedacht?
Ledgerpilot richtet sich an Trading-GmbH Geschäftsführer, die ihre Buchhaltung in Minuten statt Stunden erledigen wollen, an Unternehmen, die ihre Umsätze über Stripe, PayPal oder Adyen abwickeln, sowie an Steuerberater und Buchhalter, die DATEV-konforme Buchungsstapel ohne manuelle Nacharbeit importieren möchten. Du brauchst keinen Steuerberaterwechsel – dein bestehender Steuerberater kann die Daten direkt einspielen.
Quellen & Kompatibilität
Welche Broker werden unterstützt?
Unterstützt sind Interactive Brokers (IBKR) und seine Introducing Broker: CapTrader, LYNX, Estably, FSBroker und Trading 212 sowie historisch BANX (heute Estably) und FXFlat. Bei allen Introducing Brokern liegen die Konten bei Interactive Brokers und die Daten kommen im IB-Format – der Import erfolgt wie bei IBKR über das Interactive-Brokers-/IB-Flex-Query-Statement oder den IB Access Token. Sobald deine Trades in der Trader Workstation (TWS) oder IBKR-App sichtbar sind und sich als IB-Flex-Query exportieren lassen, kann Ledgerpilot diese verarbeiten. Daneben wird Flatex als eigene Depotquelle unterstützt: Dort gibt es keine Schnittstelle für einen automatischen Abruf – du exportierst deine Kontoumsätze, Depotumsätze und deinen Depotbestand selbst als CSV-Datei und lädst sie hoch. Daraus entsteht derselbe DATEV-Buchungsstapel wie bei einem Broker-Import. Lade die Depotumsätze unbedingt mit hoch: Sie liefern Stück und Kurs und damit den Kaufpreis deiner Verkäufe – ohne sie bleibt jeder Verkauf mit dem Erlös auf dem Klärungskonto stehen, ohne Ergebnis. Die Anlage-KAP-Ausfüllhilfe für Privatanleger steht nur für Interactive Brokers und seine Introducing Broker zur Verfügung.
Werden auch Zahlungsanbieter unterstützt?
Ja. Neben den Brokern liest Ledgerpilot die Umsätze von Stripe, PayPal und Adyen ein und erzeugt daraus einen DATEV-konformen Buchungsstapel nach SKR03 oder SKR04. Stripe geht per API-Schlüssel oder CSV-Export und liefert zusätzlich die Ausgangsrechnungen als ZIP; PayPal läuft über eine Direktanbindung an ein PayPal-Geschäftskonto und bringt eine Gegenprobe zum Kontostand mit; Adyen liest den Settlement Details Report – per CSV-Upload oder automatischem Abruf – und schlüsselt die Gebühren nach Kostenart auf. Details stehen auf den Lösungsseiten „Stripe → DATEV“, „PayPal → DATEV“ und „Adyen → DATEV“. Steuerreports wie die Anlage KAP entstehen weiterhin nur aus Broker-Daten.
Kann ich Flatex für die Anlage KAP nutzen?
Nein. Die Flatex-Quelle ist auf die Kapitalgesellschaft ausgelegt und erzeugt den DATEV-Buchungsstapel; die Anlage-KAP-Ausfüllhilfe für Privatanleger steht für Flatex nicht zur Verfügung. Für die Anlage KAP brauchst du ein Depot bei Interactive Brokers oder einem seiner Introducing Broker.
Welche Transaktionstypen werden verarbeitet?
Ledgerpilot verarbeitet alle gängigen Transaktionstypen: Aktien, ETFs, Optionen, Futures, Dividenden, Zinsen, Quellensteuer, Währungsumrechnung und Gebühren. Wie Futures im Einzelnen gebucht werden – und was dabei bewusst beim Steuerberater bleibt – steht in der eigenen Frage dazu.
Werden Futures im DATEV-Buchungsstapel verarbeitet?
Ja. Käufe, Verkäufe, Zuteilungen, Ausübungen und die zugehörigen Gebühren werden einzeln gebucht – voreingestellt auf ein Derivatekonto des Umlaufvermögens gegen das Verrechnungskonto deines Depots, Gewinne und Verluste getrennt auf eigene Ergebniskonten. Jede dieser Zuordnungen kannst du im Kontenrahmen selbst ändern. Drei Grenzen nennen wir offen: Eine eigene Berechnung der täglichen Variation Margin gibt es nicht – gebucht wird, was dein Broker in der Kapitalflussrechnung als Geldbewegung ausweist. Die Initial Margin steht dort gar nicht als Vorgang, weil sie keine Zahlung ist, sondern ein gesperrter Teil deines Guthabens; soll deine Bilanz sie gesondert zeigen, ist das eine Umbuchung deiner Kanzlei. Und offene Positionen zum Bilanzstichtag werden nicht bewertet gebucht, sondern in der Bestandsübersicht mit Marktwert und Anschaffungskosten ausgewiesen. Liefert dein Broker eine Vorgangsart, die Ledgerpilot noch nicht kennt, steht die Buchung auf dem Klärungskonto und der Bericht nennt Vorgangsart und Betrag dazu.
Werden SPX-Indexoptionen und mehrbeinige Spreads verarbeitet?
Ja. Indexoptionen auf SPX und SPXW laufen als gewöhnliche Optionsgeschäfte durch: Eröffnung, Glattstellung und Verfall kommen aus der Trades-Sektion, Zuteilung und Ausübung tragen eigene Buchungscodes mit eigener Kontenzuordnung. Mehrbeinige Positionen wie ein Bull Put Spread liefert Interactive Brokers nicht als Paket, sondern jedes Bein als eigenes Optionsgeschäft – Ledgerpilot bucht sie entsprechend einzeln, und die vereinnahmte Stillhalterprämie steht am jeweiligen Bein. Da cash-settled Indexoptionen keinen Basiswert liefern, entsteht das Ergebnis vollständig aus diesen Options-Buchungen.
Ich habe zwei Depots in getrennten Konten – geht das in einen Bericht?
Nein. Ein Bericht verarbeitet immer genau ein Konto. Mehrere Unterkonten und Depots innerhalb eines Kontos fasst Ledgerpilot dagegen zusammen – dafür brauchst du nichts weiter zu tun, ein Export genügt. Für zwei getrennte Konten machst du zwei Konvertierungen und bekommst zwei Buchungsstapel. Deine Kanzlei importiert die nacheinander in dieselbe Buchhaltung; das ist derselbe Weg wie bei mehreren Quellen.
Gibt es eine Begrenzung bei Depots oder Transaktionen?
Nein, es gibt keine Begrenzung – weder für die Anzahl deiner Depots noch für die Menge deiner Transaktionen. Egal ob du 50 oder 50.000 Transaktionen hast: Du behältst volle Kostenkontrolle und profitierst von maximaler Transparenz. Ein Export kann dabei auch mehrere Unterkonten und Depots desselben Kontos enthalten – sie werden zusammengefasst verarbeitet. Getrennte Konten gehören dagegen in getrennte Berichte: Ledgerpilot verarbeitet pro Konvertierung eine Datei bzw. eine Abfrage und damit genau ein Konto.
Kann ich Broker- und Zahlungsdaten in einem Bericht zusammenfassen?
Nein. Jede Quelle wird einzeln konvertiert und einzeln abgerechnet – ein Bericht gehört immer zu genau einer Quelle und einem Zeitraum. Das ist Absicht: Die Buchungslogik unterscheidet sich grundlegend, und ein gemischter Stapel wäre für deinen Steuerberater schwerer zu prüfen als zwei saubere. Innerhalb einer Quelle kannst du dagegen mehrere Unterkonten und Depots in einer Abfrage zusammenfassen. Die einzelnen Stapel importiert deine Kanzlei nacheinander in dieselbe Buchhaltung.
Daten hereinbekommen
Wie funktioniert der Prozess?
In drei einfachen Schritten: 1. Lade dein Flex-Query-Statement als XML-Datei von Interactive Brokers, CapTrader, LYNX oder einem anderen Broker der Interactive-Brokers-Familie herunter. 2. Lade die XML-Datei bei Ledgerpilot hoch – die automatische Verarbeitung startet sofort. 3. Erhalte deinen fertigen DATEV-Buchungsstapel zum Download – direkt importierbar in DATEV.
Brauche ich das Statement of Funds UND Gewinn und Verlust – oder reicht eines von beiden?
Du brauchst beides – aber du musst nichts zweimal exportieren. Beide Datenströme sind Sektionen derselben Flex Query: Du hakst sie einmal an, lädst eine Datei hoch, und Ledgerpilot erzeugt daraus alle Berichte. Der Grund, warum beides nötig ist: Das Statement of Funds ist der Kontoauszug – jede Geldbewegung des Kontos, ein- und ausgehend. Es zeigt aber nicht, welcher Teil davon Gewinn oder Verlust war. Diese Information steckt in den Trades: Erst dort steht, mit welchem Ergebnis eine Position geschlossen wurde. Der Kontoauszug sagt also WIE VIEL Geld geflossen ist, die Trades sagen WARUM. Für einen vollständigen Jahresabschluss braucht der Steuerberater beides.
Welche Sektionen muss ich in der Flex Query aktivieren?
Genau die, die die Videoanleitung zur Flex Query zeigt – aktuell acht Sektionen, jeweils mit „Alle Spalten auswählen": Kapitalflussrechnung (Statement of Funds), Trades (inkl. der Option „Geschlossene Lots"), Offene Positionen, Mark-to-Market-Performancezusammenfassung, Realisierte und unrealisierte Performance-Zusammenfassung, Cash-Bericht, Kapitalmaßnahmen und FX-Transaktionen. Klingt nach viel, ist aber ein einmaliger Klick-Aufwand: Die Flex Query legst du einmal an und nutzt sie danach jedes Jahr wieder. Fehlt eine Sektion, sagt dir Ledgerpilot vor der Berechnung genau welche und verlinkt direkt auf die passende Stelle der Anleitung – es wird nichts still weggelassen. Nicht aktivieren solltest du „Positionen des vorangegangenen Zeitraums": Die Sektion klingt nach Anfangsbestand, liefert ihn aber nicht, und bläht die Datei unnötig auf.
Wie bekomme ich meine Flatex-Daten zu Ledgerpilot?
Flatex bietet keine Schnittstelle für einen automatischen Abruf – du exportierst deine Daten selbst und lädst sie hoch. Gebraucht werden bis zu drei CSV-Dateien, die Flatex getrennt exportiert: die Kontoumsätze (das Geld), die Depotumsätze (die Stücke) und den Depotbestand. Lade alle drei hoch, auch wenn du zunächst nur den Buchungsstapel brauchst: Die Kontoumsätze allein erzeugen zwar Buchungen, aber ohne die Depotumsätze fehlt deinen Verkäufen der Kaufpreis, und sie bleiben mit dem Erlös auf dem Klärungskonto stehen.
Wie kommen meine Stripe-Umsätze zu Ledgerpilot?
Auf zwei Wegen: per API-Schlüssel, dann holt Ledgerpilot die Umsätze für den gewählten Zeitraum selbst ab, oder über den CSV-Export aus deinem Stripe-Konto. Stripe ist dabei der einzige Zahlungsanbieter, der die Ausgangsrechnungen mitliefert – du bekommst sie als ZIP-Paket zusätzlich zum DATEV-Buchungsstapel.
Wie kommen meine PayPal-Umsätze zu Ledgerpilot?
Über eine Direktanbindung an dein PayPal-Geschäftskonto: Du hinterlegst den Zugang einmal, danach holt Ledgerpilot die Umsätze für den gewählten Zeitraum selbst. Dazu kommt eine Gegenprobe zum Kontostand – sie zeigt, ob die verbuchten Bewegungen den Saldo deines PayPal-Kontos erklären.
Wie kommen meine Adyen-Umsätze zu Ledgerpilot?
Adyen stellt keine Kontoauszüge bereit – Grundlage ist der Settlement Details Report. Den lädst du als CSV hoch oder lässt ihn automatisch abrufen. Wichtig: Ohne einen Zeitplan erzeugt Adyen die Datei gar nicht erst. Lege dazu im Report-Menü deines Adyen-Kontos eine automatische Erzeugung an, Dateityp CSV, monatlich. Die Gebühren schlüsselt Ledgerpilot anschließend nach Kostenart auf.
Wie lange dauert eine Konvertierung?
Sekunden. Der Upload deiner Datei dauert wenige Sekunden, die Umwandlung in den DATEV-Buchungsstapel ebenfalls – du wartest also nicht auf eine Bearbeitung, sondern siehst das Ergebnis sofort. Zeit kostet nur die einmalige Einrichtung des Exports bei deiner Quelle; danach wiederholst du sie jedes Jahr mit denselben Einstellungen.
Wie lange dauert es, die Flex Query einzurichten?
Etwa drei Minuten, und zwar einmalig. Du hakst die benötigten Sektionen einmal an, speicherst die Abfrage, und danach nutzt du sie jedes Jahr wieder – der Aufwand fällt also nur beim ersten Mal an. Die Videoanleitung führt dich Klick für Klick durch die Einstellungen.
Welchen Zeitraum muss ich exportieren – und muss ich das monatlich machen?
Für die Jahresbuchhaltung genügt ein einziger Export über das abgeschlossene Wirtschaftsjahr (Von 01.01. bis 31.12.) – monatlich exportieren ist nicht nötig. Im fertigen Bericht wählst du danach aus, ob du das ganze Jahr, ein Quartal oder einen einzelnen Monat auswerten willst, aus derselben hochgeladenen Datei. Alle Zeiträume, die innerhalb des gekauften Jahres liegen, sind dabei ohne Zusatzkosten mit abgedeckt. Lädst du ein angefangenes Jahr hoch, weist Ledgerpilot dich sichtbar darauf hin, dass Monate fehlen.
Kann ich auch unterjährig arbeiten, bevor das Jahr zu Ende ist?
Ja. Für die laufende Buchhaltung einer GmbH kannst du jederzeit einen Export bis zum aktuellen Datum ziehen und daraus buchen – die Buchungen ändern sich rückwirkend nicht. Zwei Dinge solltest du dabei wissen: Der automatische Cash-Abgleich (Anfangsbestand + Bewegungen = Endbestand) ist nur für den vollen Zeitraum der hochgeladenen Datei belastbar und wird sonst offen als „nicht möglich" ausgewiesen statt still übersprungen. Und für die private Anlage KAP brauchst du zwingend das volle Kalenderjahr bis zum 31.12. – bei einem Teiljahres-Export sagt der Bericht dir das ausdrücklich.
Was passiert, wenn meine Datei Fehler enthält?
Ledgerpilot prüft jede hochgeladene Datei vor der Verarbeitung automatisch auf Vollständigkeit, Format und Kompatibilität. Fehlt etwas oder passt das Format nicht, sagt Ledgerpilot dir das vor der Berechnung und benennt die Stelle – es wird nichts still weggelassen und nichts geraten. Für jede Quelle gilt dieselbe Grundregel: Lade die Datei so hoch, wie du sie exportiert hast, und nimm keine manuellen Änderungen daran vor.
Welche Fehler treten beim Flex-Query-Export häufig auf?
Zwei Einstellungen sind die häufigsten Stolpersteine bei Interactive Brokers und seinen Introducing Brokern: Aktiviere nicht beide Währungsoptionen (Basiswährungsübersicht und Währungsaufschlüsselung) gleichzeitig, und exportiere die Datei im XML-Format. Beides prüft Ledgerpilot vor der Verarbeitung und sagt dir, wenn es nicht passt.
Ergebnis & Kontenrahmen
Was bekomme ich am Ende?
Einen vollständigen, DATEV-konformen Buchungsstapel mit allen Pflichtfeldern korrekt befüllt, automatischer Kontenzuordnung nach SKR04/SKR03, und allen verarbeiteten Transaktionstypen. Die Datei ist direkt in DATEV importierbar und bleibt in deinem Konto gespeichert, sodass du jederzeit zu ihr zurückkehren kannst.
Wie werden Gewinne und Verluste verbucht?
Ledgerpilot verarbeitet sowohl Kapitalfluss-Transaktionen (Statement of Funds) als auch Gewinn- und Verlustpositionen (Trades). Die G&V-Daten werden wahlweise nach FIFO oder dem gleitenden Durchschnittsverfahren (HGB) verarbeitet und automatisch den korrekten SKR04-Konten zugeordnet. Beide Datenströme stecken in derselben Flex Query – du lädst also eine einzige Datei hoch und bekommst daraus alle Berichte.
Wie werden Fremdwährungskonten abgebildet, und mit welchem Kurs wird in Euro umgerechnet?
Ein Mehrwährungskonto führt Ledgerpilot über ein Verrechnungskonto, nicht über eines je Währung. Die Währungsinformation geht dabei nicht verloren: Jede Buchungszeile enthält den Betrag in der Originalwährung, das Währungskennzeichen, den Umrechnungskurs und den Euro-Betrag. Deine Kanzlei kann damit jede Zeile nachrechnen – Betrag geteilt durch Kurs ergibt den Euro-Betrag – und in DATEV nach Währung auswerten. Umgerechnet wird mit dem Transaktionskurs, den dein Broker zu der jeweiligen Buchung selbst mitliefert. Der Euro-Betrag im Buchungsstapel stimmt dadurch genau mit deinem Broker-Auszug überein. Der Kontenrahmen unterscheidet heute nach Vorgangsart und Anlageklasse, nicht nach Währung – wenn du je Währung ein eigenes Konto brauchst, sprich uns an.
Werden Währungsgewinne und Devisengeschäfte gebucht?
Ja, die realisierten. Eine Währungsumschichtung erscheint mit beiden Seiten als eigener Geschäftsvorfall im Buchungsstapel – mit Datum, Betrag, Währung und Kurs. Das dabei realisierte Währungsergebnis bucht Ledgerpilot zusätzlich als eigene Zeile auf die dafür vorgesehenen Konten für Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung; deine Kanzlei muss es nicht mehr von Hand nachtragen. Beides steht getrennt im Stapel und wird nicht miteinander verrechnet. Die Bewertung der zum Jahresende gehaltenen Fremdwährungsbestände nehmen wir dagegen bewusst nicht vor – das ist eine Bewertungsentscheidung deines Steuerberaters. Die Grundlage dafür liefern wir mit: Für jede Währung stehen Saldo und Kurs zu Beginn und zum Ende des Zeitraums in der Bestandsübersicht.
Was liefert Ledgerpilot zum Jahresabschluss?
Ledgerpilot erzeugt Buchungen für tatsächlich realisierte Vorgänge – Abschreibungen auf noch gehaltene Positionen gehören nicht dazu, weil das eine Bewertungsentscheidung deines Steuerberaters ist. Was du stattdessen bekommst, ist die Grundlage für diese Entscheidung: eine Bewertungsübersicht deiner offenen Positionen als Excel-Datei. Sie weist zu jedem Papier Stückzahl, Kurs und Marktwert zu Beginn und zum Ende des Jahres aus, dazu die Anschaffungskosten und die Veränderung – alles in Euro und mit ausgewiesenem Wechselkurs, sodass sich jede Zeile nachrechnen lässt. Deine Kanzlei sieht Marktwert und Anschaffungskosten nebeneinander und kann den Abwertungsbedarf direkt ablesen. Die Übersicht liegt dem Steuerberater-Paket bei, zusammen mit den beiden Buchungsstapeln und dem Herleitungsbericht.
Was macht Ledgerpilot aus den drei Flatex-Dateien?
Jede Datei hat eine eigene Rolle. Die Kontoumsätze erzeugen die Buchungen – jede Geldbewegung wird zu einer Zeile im DATEV-Buchungsstapel. Die Depotumsätze erzeugen selbst keine Buchung, sondern liefern Stück und Kurs und damit den Kaufpreis, der beim Verkauf abgeht; erst dadurch entsteht ein Veräußerungsergebnis statt eines offenen Postens. Der Depotbestand wird nicht gebucht, sondern dient als Gegenprobe gegen den von Ledgerpilot fortgeschriebenen Bestand. Lässt sich der Kaufpreis eines Verkaufs nicht ermitteln – meist, weil der Kauf vor dem exportierten Zeitraum liegt – steht dieser Verkauf sichtbar auf dem Klärungskonto statt mit einem geratenen Wert im Ergebnis.
Warum steht bei Flatex-Ausschüttungen keine Kapitalertragsteuer?
Weil Flatex sie in den Kontoumsätzen nicht getrennt ausweist. Die auf Ausschüttungen und Dividenden einbehaltene Kapitalertragsteuer steckt dort nicht als eigener Betrag, deshalb sind diese Zeilen Nettobeträge. Ledgerpilot weist im Bericht ausdrücklich darauf hin, statt einen Steueranteil zu schätzen. Den Einbehalt kannst du in deinem Flatex-Konto unter „Steuerbuchungen“ über die Transaktionsnummer nachschlagen – sie steht in Belegfeld 1 jeder Buchung.
Was bekomme ich bei einem Zahlungsanbieter heraus?
Einen DATEV-Buchungsstapel über deine Umsätze, Gebühren und Auszahlungen für den Zeitraum, den du wählst – im selben Format wie bei einem Broker-Import. Die Gebühren werden nicht im Umsatz versteckt, sondern getrennt gebucht; bei Adyen zusätzlich nach Kostenart aufgeschlüsselt. Anders als bei Broker-Daten entsteht hier keine Gewinn- und Verlustrechnung nach FIFO oder Durchschnitt: Zahlungsanbieter führen kein Depot, es gibt also keine Bestände zu bewerten.
Welche Einstellungen kann ich konfigurieren?
Du hast volle Kontrolle über die Konvertierung: Kontenrahmen (SKR04 oder SKR03), Konto und Gegenkonto individuell konfigurierbar, die Berechnungsmethode (FIFO oder gleitendes Durchschnittsverfahren – nur bei Broker- und Depotquellen, da Zahlungsanbieter keine Bestände führen), das Wirtschaftsjahr und den Auswertungszeitraum (ganzes Jahr, Quartal oder einzelner Monat), sowie DATEV-Stammdaten wie Beraternummer, Mandantennummer und Basis-Umsatz. Die Einstellungen änderst du jederzeit am fertigen Bericht – ohne die Datei erneut hochzuladen.
Welche Kontenrahmen werden unterstützt?
Ledgerpilot unterstützt SKR04 und SKR03. Für Trading-GmbHs kannst du im Kontenrahmen-Editor pro Anlageklasse eigene Kontonummern mit bis zu 8 Stellen hinterlegen, um Währungen, Assetklassen und Depots individuell zu trennen. SKR03 ist ebenfalls vollständig nutzbar – du kannst den Kontenrahmen bei jeder Konvertierung frei wählen.
Welche Buchungskonten nutzt Ledgerpilot?
Die Standard-Logik orientiert sich an gängigen Steuerberater-Setups für Trading-GmbHs. Konto und Gegenkonto sind individuell konfigurierbar. Für alle, die die Konten nicht kennen, sind Standardkonten hinterlegt, die bei Bedarf angepasst werden können.
Muss meine Kanzlei DATEV nutzen?
Nein. Ledgerpilot erzeugt einen Buchungsstapel im DATEV-Format 700 (Version 13). Kanzleisoftware, die dieses Format einliest, kann die Datei übernehmen – neben DATEV Kanzlei-Rechnungswesen und DATEV Unternehmen online gilt das auch für Agenda und ADDISON, die je einen eigenen Importweg für DATEV-Buchungsstapel mitbringen. Über welchen Menüpunkt das läuft, weiß deine Kanzlei am besten; die Anleitungen dazu kommen vom jeweiligen Hersteller. Reine Online-Buchhaltungstools wie sevDesk oder Lexware Office nehmen dagegen keinen Buchungsstapel entgegen – sie arbeiten mit Kontoumsätzen und Belegen.
Privatanleger & Anlage KAP
Wie funktioniert die Anlage-KAP-Ausfüllhilfe?
Für Privatanleger mit Auslandsdepot erstellt Ledgerpilot einen vollständigen Steuerbericht mit allen Formularzeilen für die Anlagen KAP und KAP-INV – die Zahlen siehst du sofort in der App, dazu gibt es einen umfassenden PDF-Bericht. Die ETF-Teilfreistellung wird automatisch anhand des Fondstyps erkannt, die Vorabpauschale tranchengenau berechnet. Die ausgewiesenen Beträge sind brutto, also vor Abzug der Teilfreistellung – so verlangt es das amtliche Formular. Der Bericht ist eine Ausfüllhilfe zum Übertragen der Werte in deine Steuererklärung, kein amtliches Formular, und Ledgerpilot leistet keine Steuerberatung.
Berücksichtigt Ledgerpilot die Teilfreistellung von ETFs und Fonds?
Ja, in der Anlage-KAP-Ausfüllhilfe für Privatanleger: Ledgerpilot erkennt den Fondstyp automatisch über eine ISIN-Datenbank mit über 3.000 Fonds und wendet den passenden Teilfreistellungssatz an – zum Beispiel 30 % bei Aktien-ETFs und 15 % bei Mischfonds. Jede Einstufung ist sichtbar markiert und lässt sich manuell überschreiben. Für Einzelaktien gibt es gesetzlich keine Teilfreistellung, und Rohstoff-ETCs sind keine Investmentfonds – für sie wird daher keine Teilfreistellung angesetzt. Die Beträge werden brutto ausgewiesen, wie es das amtliche Formular verlangt. In den GmbH-Berichten (DATEV-Buchungsstapel, Gewinn und Verlust) wird keine Teilfreistellung berechnet – diese steuerliche Würdigung nimmt der Steuerberater im Jahresabschluss vor. Der DATEV-Herleitungsbericht weist allerdings jeden Fonds und ETF im Buchungsstapel aus, je ISIN mit Fondsart, Ausschüttungen und Veräußerungsergebnis – der Broker liefert die Fondsart nicht mit, dein Steuerberater spart sich also das Nachschlagen.
Wie wird die Vorabpauschale berechnet – brauche ich meine Vorjahre?
Ledgerpilot schlägt die Werte aus deinen Broker-Daten selbst vor, rechnet unterjährige Nachkäufe tranchengenau (anteilig gezwölftelt) und kennt den amtlichen Basiszins. Beim Verkauf wird die bereits versteuerte Vorabpauschale wieder vom Gewinn abgezogen. Deine Eingaben werden über die Jahre fortgeschrieben: Was einmal eingetragen ist, bleibt gespeichert – im nächsten Jahr lädst du nur die neue Datei hoch. Fehlt für ein Vorjahr die Datei, zeigen wir dir fondsgenau, welche; du kannst sie direkt nachreichen oder das Jahr überspringen.
Mein Depot wurde übertragen – was ist mit den fehlenden Kaufpreisen?
Bei einem Depotübertrag kennt der neue Broker den ursprünglichen Kaufpreis oft nicht. Ohne ihn würde dein Veräußerungsgewinn zu hoch berechnet – du zahlst zu viel Steuern. Ledgerpilot findet genau diese Positionen selbst und fragt Kaufdatum und Kaufpreis gezielt ab. Auf Wunsch bekommst du einen fertigen KI-Prompt, mit dem du die Werte aus alten Abrechnungen auslesen lassen kannst; das Ergebnis wird dir zur Prüfung vorgelegt und nie still übernommen. Findest du einen Kaufpreis nicht mehr, kannst du die Position überspringen – der Bericht weist sie dann offen als ungeklärt aus.
Übermittelt Ledgerpilot meine Steuererklärung an ELSTER?
Nein. Ledgerpilot ist eine Ausfüllhilfe: Du bekommst jede Formularzeile mit ihrer Nummer und ihrem Betrag – zum Beispiel Zeile 19 der Anlage KAP – und überträgst sie selbst in ELSTER oder deine Steuersoftware. Wir übermitteln nichts an das Finanzamt und füllen kein amtliches Formular aus. Woher jeder Betrag stammt, kannst du bis zur einzelnen Transaktion aufklappen.
Funktioniert Ledgerpilot auch für private Depots mit Futures und Optionen?
Ja. Die Anlage-KAP-Ausfüllhilfe für Privatanleger verarbeitet neben Aktien, ETFs und Dividenden auch Termingeschäfte wie Futures und Optionen – inklusive Stillhalterprämien. Die Ergebnisse werden den passenden Formularzeilen zugeordnet, und der PDF-Steuerbericht enthält einen Einzelnachweis-Anhang mit der Kontraktliste der Options- und Termingeschäfte. Voraussetzung ist ein Depot bei Interactive Brokers oder einem seiner Introducing Broker (z. B. CapTrader oder LYNX).
Was ist mit Fremdwährungsgewinnen und der Anlage SO?
Fremdwährungsgewinne aus dem Depot gehören seit dem BMF-Schreiben vom 14.05.2025 vollständig in die Anlage KAP – in die Anlage SO sind dafür keine Beträge mehr einzutragen. Ledgerpilot bildet das so ab: Die Fremdwährungsergebnisse fließen in die Anlage KAP ein, die Anlage SO bleibt leer.
Preise & Zahlung
Was kostet eine Konvertierung?
Ledgerpilot rechnet pay-per-use ab, alle Preise inkl. USt: Das Trader-Bundle für Broker- und Depotquellen (DATEV-Buchungsstapel, Gewinn- und Verlustrechnung, Bestandsveränderung und DATEV-Herleitungsbericht als PDF, alles als ein ZIP-Paket) kostet 69,90 € pro Konvertierung – bei Flatex enthält das Paket den Buchungsstapel als CSV und Excel samt Gegenprobe, die Gewinn- und Verlustbuchungen stehen dort im selben Stapel, und Bestandsveränderung und Herleitungsbericht gibt es nur bei Interactive Brokers und seinen Introducing Brokern. Die Anlage-KAP-Ausfüllhilfe für Privatanleger (inkl. ETF-Teilfreistellung und ausführlichem PDF-Steuerbericht mit Einzelnachweis-Anhang, Vorschau vor dem Kauf) kostet 49,90 € pro Konvertierung. Die DATEV-Konvertierung für Zahlungsanbieter (Stripe, PayPal und Adyen) kostet ab 2,90 € pro Konvertierung (0,037 € je abrechenbarem Buchungssatz, Mindestpreis 2,90 €) – derselbe Preis für alle drei Anbieter. Jede Quelle wird einzeln konvertiert und einzeln abgerechnet. Du zahlst nur, was du nutzt – kein Abo, keine versteckten Kosten. Die Zahlung erfolgt sicher über Stripe.
Warum ist Ledgerpilot günstiger als andere Lösungen?
Viele Anbieter für Wertpapierbuchhaltung arbeiten als Managed Service: mit persönlichem Onboarding, dauerhafter Depot-Anbindung und teils einem Wechsel zum Partner-Steuerberater – das kostet häufig einen festen drei- bis vierstelligen Betrag pro Jahr. Ledgerpilot ist bewusst Self-Service: Du exportierst dein Broker-Statement selbst, die Verarbeitung läuft vollautomatisch, und du zahlst pro Konvertierung statt im Abo. Ohne Onboarding und laufende Betreuung können wir dasselbe Ergebnis – DATEV-Buchungsstapel, Gewinn und Verlust, Bestandsveränderung und Herleitungsbericht – deutlich günstiger anbieten. An der Qualität ändert das nichts: Jede Zahl bleibt über den Herleitungsbericht nachvollziehbar.
Kann ich Ledgerpilot vorab kostenlos testen?
Ja. In der App siehst du einen kostenlosen Beispiel-Bericht (Demo) mit allen Auswertungen – vom DATEV-Buchungsstapel bis zum Herleitungsbericht – ohne eigene Daten hochzuladen. So siehst du vorab, wie das Ergebnis aussieht. Deine eigene Datei wird zudem vor der Bezahlung validiert, inklusive Vorschau der erkannten Transaktionen.
Kann ich vor dem Kauf hineinschauen?
Ja. Eingeloggt siehst du einen kompletten Demo-Bericht mit Beispieldaten. Lädst du deine eigene Datei hoch, bekommst du eine Vorschau deines Berichts samt Methodik – nur die Geldbeträge sind darin noch verdeckt. Die Freischaltung der Zahlen kostet einmalig 49,90 € je Steuerjahr.
Ich buche unterjährig – zahle ich dann für jedes Quartal neu?
Ja. Ein Kauf gilt immer für eine hochgeladene Datei und den darin gekauften Zeitraum; kostenlos sind nur die Zeiträume, die innerhalb dieses gekauften Zeitraums liegen. Zwei Konsequenzen: Erstens ist ein neuer Export eine neue Konvertierung – lädst du im Juli eine frische Datei mit den Daten bis Juni hoch, überträgt sich der Kauf vom Januar nicht darauf, auch wenn sich die Zeiträume überschneiden. Zweitens lässt sich Zukunft nicht vorab kaufen: Wer mitten im laufenden Jahr „das ganze Jahr" wählt, schaltet nur den Zeitraum frei, den seine Datei tatsächlich enthält – man kann also nicht im April das Gesamtjahr kaufen und danach Quartal für Quartal kostenlos nachziehen. Wer das zurückliegende Jahr in einem Zug aufarbeitet, zahlt dagegen einmal und hat alle Monate und Quartale daraus frei. Beides ist möglich – es ist eine Frage deines Buchhaltungsrhythmus.
Was passiert bei Verarbeitungsfehlern?
Bei Verarbeitungsfehlern wird deine Datei kostenlos erneut verarbeitet. Du gehst also kein Risiko ein. Melde dich dazu einfach über unsere Kontaktseite – wir kümmern uns schnellstmöglich darum.
Steuerberater, Haftung & Datenschutz
Ersetzt Ledgerpilot den Steuerberater?
Nein, Ledgerpilot ist kein Steuerberater und bietet keine steuerliche Beratung an. Die Software erstellt aus deinen Broker-, Depot- oder Zahlungsdaten einen DATEV-Verarbeitungsstapel, den dein Steuerberater direkt in die Buchhaltungssoftware importieren kann.
Übernimmt Ledgerpilot die Haftung für die erstellten Dateien?
Ledgerpilot ist ein Software-Werkzeug, das deine Broker- und Zahlungsdaten (z. B. von Interactive Brokers, CapTrader und weiteren IBKR-basierten Brokern) strukturiert aufbereitet – wir sind keine Steuerberatungsgesellschaft und erbringen keine Hilfeleistung in Steuersachen im Sinne des Steuerberatungsgesetzes. Die erstellten Dateien und Berichte sind eine Arbeitsgrundlage: Die inhaltliche Prüfung vor der Verwendung übernimmst du bzw. dein Steuerberater; die Verantwortung für die Verwendung liegt beim Nutzer. Einzelheiten regeln unsere AGB (§ 10 und § 11). Bei Verarbeitungsfehlern verarbeiten wir deine Datei selbstverständlich kostenlos erneut.
Muss ich zu einem spezialisierten Steuerberater wechseln?
Nein. Mit Ledgerpilot werden deine Broker-, Depot- und Zahlungsdaten automatisch in einen DATEV-Buchungsstapel umgewandelt – inklusive Kontenzuordnung und Pflichtfeldern. Dein bestehender Steuerberater kann die Daten direkt einspielen, ohne seine Prozesse anpassen zu müssen. So bleibst du flexibel und behältst volle Kontrolle über deine Wertpapierbuchhaltung.
Gibt es Angebote für Steuerberater mit mehreren Mandanten?
Ja, für Steuerberater und Kanzleien mit mehreren Trading-Mandanten gibt es ein Kooperationsmodell mit monatlichem Festpreis für unbegrenzte Nutzung. Kontaktiere uns für ein individuelles Angebot unter support@ledgerpilot.io oder telefonisch unter 089 37 41 66 37.
Wie lange sind meine Daten verfügbar?
Deine Berichte bleiben in deinem Konto gespeichert, sodass du jederzeit zu ihnen zurückkehren kannst. Löschst du einen Bericht, wird er endgültig und vollständig aus unserer Datenbank gelöscht – DSGVO-konform, ohne Kopie.
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