Zahlungsanbieter · Anleitung

Mollie: Anleitung für den Import

Import
Mollie-API (Advanced Access Token)
Berichte
DATEV

Ledgerpilot holt deine Mollie-Zahlungen, -Gebühren, -Erstattungen und -Auszahlungen direkt über die Mollie-API und erzeugt daraus den DATEV-Buchungsstapel. Einen CSV-Upload gibt es für Mollie nicht: Mollies Exporte tragen weder die Gebühr je Zahlung noch den Bezug zur Auszahlung – die API liefert beides.

1. Advanced Access Token anlegen

Du brauchst einen Advanced Access Token – nicht den gewöhnlichen API-Key (live_… / test_…). Der API-Key darf bei Mollie nur Zahlungen lesen; Gebühren und Auszahlungen (Balances, Settlements) gibt Mollie ausschließlich über den Access Token heraus.

  1. Im Mollie-Dashboard: Entwickler → API-Schlüssel → API-Schlüssel erstellen, Token-Typ „Erweitertes Zugriffstoken“ (nur mit Admin-Rolle sichtbar; Mollie nannte den Typ früher „Organization access token“).
  2. Unter Restrictions das Feld Profil leer lassen und als API-Modus Live-Modus (oder „Beide Modi“) wählen. Ein auf ein Profil beschränkter Token bekommt bei Mollie keine Kontobewegungen und Auszahlungen.
  3. Unter Berechtigungen nur diese Lese-Scopes anhaken: payments.read und refunds.read (Gruppe „Accepting payments“), balances.read und settlements.read (weiter unten, Gruppe „Business operations“). Nicht „Select all“ – Schreib-Scopes sind nie nötig.
  4. Den Token (beginnt mit access_) kopieren – Mollie zeigt ihn nur einmal.
  5. In Ledgerpilot unter Mollie → Zugang einfügen und speichern. Ledgerpilot prüft die Scopes sofort und nennt fehlende beim Namen.
Kein Testmodus: Gebühren und Auszahlungen (Balances, Settlements) stellt Mollie nur im Live-Modus bereit – Testdaten gibt es dafür nicht. Ledgerpilot ruft deshalb immer die echten Kontobewegungen ab; ein nur auf Testmodus beschränkter Token liefert nichts.

2. Zeitraum abrufen

Unter Meine Berichte → Neuer Bericht → Mollie wählst du den Zeitraum (ohne Angabe: die letzten zwölf Monate). Ledgerpilot liest die Kontobewegungen deines Mollie-Saldos (Balance Transactions) und ergänzt je Zahlung Beschreibung, Land und Steuersatz aus der Zahlung selbst.

3. Kontentabelle: Erlöse nach Steuerfall

Mollie-Zahlungen landen auf dem Erlöskonto, das zu Land und Steuersatz passt – soweit Mollie beides mitteilt: das Land aus der Rechnungsadresse der Zahlung, den Steuersatz aus den Positionen (lines, wie Shop-Systeme sie an Mollie übergeben). Sechs Erlöszeilen: Inland Standard/ermäßigt, EU-Ausland Standard/ermäßigt, EU Reverse-Charge und Drittland – welche Konten das sind, zeigt Mollie → Kontenrahmen (dort werden sie gepflegt und stimmen immer).

  • Ohne Länderangabe bucht Ledgerpilot als Inland, ohne Steuersatz zum Regelsteuersatz – und weist beides im Bericht und in der Paket-Datei aus.
  • Was nicht passt (0 % ohne Reverse-Charge-Nachweis, Sätze anderer EU-Länder, Steuer trotz Drittland), geht auf das Klärungskonto – nie still auf ein Automatikkonto.
  • Erstattungen und Rückbuchungen erben das Erlöskonto ihrer Zahlung. Das Refund- bzw. Chargeback-Konto der Tabelle gilt nur, wenn die Zahlung nicht auffindbar ist.
  • Warenverkäufer: Die Vorgaben für Drittland und Reverse-Charge sind Leistungs-Konten. Wer Waren liefert, stellt die beiden Zeilen im Kontenrahmen auf die Konten für Ausfuhr bzw. innergemeinschaftliche Lieferung um.
  • Das Verrechnungskonto ist ein eigener Sammeldebitor (Nummer im Kontenrahmen). Kennt dein DATEV diesen Debitor nicht, lege ihn an oder stelle die Nummer um – in der Regel macht das der Steuerberater.

4. Gegenprobe

Jeder Bericht vergleicht die Summe der Mollie-Kontobewegungen mit der Bewegung des Verrechnungskontos im Buchungsstapel. Geht der Stapel nicht auf, steht die Differenz im Bericht und in der Datei Mollie_Gegenprobe.txt des Steuerberater-Pakets.

Häufige Fragen zu Mollie

Werden auch Zahlungsanbieter unterstützt?

Ja. Neben den Brokern liest Ledgerpilot die Umsätze von Stripe, PayPal, Adyen und Mollie ein und erzeugt daraus einen DATEV-konformen Buchungsstapel nach SKR03 oder SKR04. Stripe geht per API-Schlüssel oder CSV-Export und liefert zusätzlich die Ausgangsrechnungen als ZIP; PayPal läuft über eine Direktanbindung an ein PayPal-Geschäftskonto und bringt eine Gegenprobe zum Kontostand mit; Adyen liest den Settlement Details Report – per CSV-Upload oder automatischem Abruf – und schlüsselt die Gebühren nach Kostenart auf; Mollie wird direkt über die Mollie-API abgerufen und bucht die Erlöse nach Steuerfall (Land und Steuersatz der Zahlung). Details stehen auf den Lösungsseiten „Stripe → DATEV“, „PayPal → DATEV“, „Adyen → DATEV“ und „Mollie → DATEV“. Steuerreports wie die Anlage KAP entstehen weiterhin nur aus Broker-Daten.

Kann ich Broker- und Zahlungsdaten in einem Bericht zusammenfassen?

Nein. Jede Quelle wird einzeln konvertiert und einzeln abgerechnet – ein Bericht gehört immer zu genau einer Quelle und einem Zeitraum. Das ist Absicht: Die Buchungslogik unterscheidet sich grundlegend, und ein gemischter Stapel wäre für deinen Steuerberater schwerer zu prüfen als zwei saubere. Innerhalb einer Quelle kannst du dagegen mehrere Unterkonten und Depots in einer Abfrage zusammenfassen. Die einzelnen Stapel importiert deine Kanzlei nacheinander in dieselbe Buchhaltung.

Wie kommen meine Mollie-Umsätze zu Ledgerpilot?

Direkt über die Mollie-API – einen CSV-Upload gibt es für Mollie nicht, weil Mollies Exporte weder die Gebühr je Zahlung noch den Bezug zur Auszahlung tragen. Du legst im Mollie-Dashboard ein Advanced Access Token mit vier Lese-Berechtigungen an (Zahlungen, Erstattungen, Kontobewegungen, Auszahlungen; Feld „Profil“ leer lassen, Live-Modus) und hinterlegst es einmalig in Ledgerpilot. Ledgerpilot liest damit die Kontobewegungen deines Mollie-Saldos und bucht die Erlöse nach Steuerfall: Land und Steuersatz kommen aus der Zahlung, wie dein Shop sie an Mollie übergibt. Gebühren und Auszahlungen gibt Mollie nur im Live-Modus heraus – einen Testmodus gibt es dafür nicht.

Was bekomme ich bei einem Zahlungsanbieter heraus?

Einen DATEV-Buchungsstapel über deine Umsätze, Gebühren und Auszahlungen für den Zeitraum, den du wählst – im selben Format wie bei einem Broker-Import. Die Gebühren werden nicht im Umsatz versteckt, sondern getrennt gebucht; bei Adyen zusätzlich nach Kostenart aufgeschlüsselt, bei Mollie landen die Erlöse auf dem Konto, das zu Land und Steuersatz der Zahlung passt. Anders als bei Broker-Daten entsteht hier keine Gewinn- und Verlustrechnung nach FIFO oder Durchschnitt: Zahlungsanbieter führen kein Depot, es gibt also keine Bestände zu bewerten.

Alle Fragen zu Mollie auf der Seite Häufige Fragen

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Dieselbe Anleitung steht in deinem Konto bei Mollie → Anleitung. Fehlt beim Import etwas, verlinkt Ledgerpilot dort direkt auf die passende Stelle.